QuartalsBar Archiv

Mittwoch, 12. September 2018

Freche Mundartsongs von Schnauz: Drei (oder zwei) Schnäuze für ein Halleluja!

Apéro ab 18:00 h, Veranstaltungsbeginn 19:30 h. Der Eintritt ist frei (Kollekte)


Schnauz sind zwei – manchmal auch drei – unerschrockene, wagemutige Liedermacher. Ironisch-schwarzhumorig und doch liebenswert macht sich die Combo über den Alltag lustig. Sei das nun der Kater nach ordentlich viel Schnaps oder seien es Penelope Cruz, hippe Stadtzürcher, nicht ganz so hippe Winterthurer. Erfrischend und nonchalant werden die Absurditäten des Daseins auf die Schippe genommen.

2015 fanden sich zwei Schnäuze in Winterthur und begannen zusammen zu musizieren. Zwei Gitarren trafen aufeinander und animierten zwei Münder, komische Laute von sich zu geben. Aus langen Jamsessions in der Küche wurden kleine Songs mit schmunzelnden Mundarttexten. Diese wurden immer länger und gewannen bald viele Freunde. Heute sind die zwei Schnäuze der Bühne gewachsen und freuen sich über Publikum.

Ab dem Sommer 2016 wurde „Schnauz“ um einen bodenständigen Bass reicher, der ab und zu mal mitwummert. Seit da wurde das Repertoire noch beträchtlich erweitert und die selbstgeschnitzten Songs wurden zu einem unterhaltsamen Set, welches manch einem Zuschauer ein Schmunzeln ins Gesicht (bzw. unter den Schnauz) zaubert.

Den Musikstil von Schnauz könnte man als Mischung aus Folk, Pop und Rock bezeichnen – die Schnäuze selber nennen es „Flop“. Schnauz ist in der Lage, in allen möglichen Formationen zu spielen. Ob als Trio, Duo oder Solo, ob verstärkt oder akustisch; im Mittelpunkt stehen der Text und die heiteren Geschichten über die Tücken des Lebens.

Übrigens (und ganz wichtig): „Wir haben selber keine Schnäuze, wir tragen sie in uns drin. Und manchmal auf der Brust.“ Schnauz besteht aus folgenden Zutaten:

Valentino Vigniti: Gesang und akustische Gitarre
Jvo Trachsel: E- und akustische Gitarre, Gesang
Oli Werlen: Bass und Gesang (wenn er Lust hat)

Dienstag, 12. Juni 2018

Linah Rocio – spannende, ungewohnte Klänge zwischen Jazz und Spoken Word

Apéro ab 18:00 h, Veranstaltungsbeginn 19:30 h. Der Eintritt ist frei (Kollekte)

Montag, 12. März 2018

Veronika Stalder präsentiert in der QuartalsBar ihre neue CD «Fly»

Apéro ab 18:00 h, Veranstaltungsbeginn 19:30 h. Der Eintritt ist frei (Kollekte)


Bereits zum zweiten Mal bezaubert Veronika Stalder die QuartalsBar mit ihrer Musik. Diesmal hat sie ihre brandneue, im Februar 2018 erschiene CD „Fly“ im Gepäck, die sie solo, ohne ihre Band Ndiigo, im intimen Rahmen vorstellen wird. Die neuen Songs der Sängerin bleiben ihrem Stil treu, entwickeln diese Verschmelzung von Singersongwriter, Folk, World und Jazz aber weiter: Eine Musik, die innehalten lässt, um den kleinen und grossen Wundern des Lebens zu lauschen.

Seit ihrem letzten Besuch in der QuartalsBar 2014 ist viel passiert: Veronika Stalder hat zahlreiche Konzerte auf Kulturbühnen, Open Airs, nationalen sowie internationalen Festivals gespielt. 2014 wurde sie beim ‚Armenian Song Contest‘ für die beste Interpretation und Umsetzung eines armenischen Songs ausgezeichnet, 2016 hat sie mit der Ethno-Jazz-Band ‚Authentic Light Orchestra‘ den russischen World Music Award gewonnen. Ausserdem hat sie in drei Filmmusikproduktionen mit Serj Tankian (dem Leadsänger von ‚System of a Down') gesungen.

Das neue Album ist nach dem Song „Fly“ benannt, in dem sie ihre Zuhörer ermutigt, dem Herzensweg zu folgen. „Fly” heißt es aber auch, weil Schmetterlinge auf Veronika Stalder schon immer eine besondere Faszination ausübten. Denn so farbenprächtig und scheinbar schwerelos sie von Blüte zu Blüte flattern, so komplex ist ihr Entwicklungsprozess: „Diese Metamorphose beeindruckt und fasziniert mich schon lange und ich fand sie als Bild passend für meinen Weg und meine Erfahrungen“, erklärt die Sängerin und Songschreiberin, die in eine Musikerfamilie hineingeboren wurde und schon früh ihre ersten musikalischen Schritte wagte: Mit 6 Jahren spielte sie Geige und nach ihrer Matura ging sie nach Irland, um der Folk-Fiddle zu verfallen - auch das Gitarrenspiel brachte sie sich dort bei. Nach mehreren Irland-Aufenthalten entschied sich die Multiinstrumentalistin, an der Hochschule Luzern Musik (Abteilung Jazz) zu studieren. Dabei konzentrierte sie sich auch auf die eigene Stimmbildung und schloss mit einem Master in Pädagogik ab. Noch während des Studiums gründete sie zusammen mit dem Pianisten Chris Wiesendanger ihre Band Ndiigo.



Veronika Stalder: Gesang, Gitarre

Dienstag, 12. Dezember 2017

Marc Copland (p) und Daniel Schläppi (b) - Weltklasse-Jazz in der Quartalsbar!

Apéro ab 18:00 h, Veranstaltungsbeginn 19:30 h. Der Eintritt ist frei (Kollekte)


Ihre fünfte, gemeinsame Europa-Tournee führt den Weltklasse-Pianisten Marc Copland und den renommierten Berner Bassisten Daniel Schläppi auch in die QuartalsBar der Neuen Werkstatt, Winterthur! Die beiden lernten sich 2010 in Manhattan kennen und schätzen. Seither haben sie als Duo zwei CDs aufgenommen und vier Europatourneen absolviert. In der QuartalsBar präsentieren sie ihr neustes Album «More Essentials», das von der Fachwelt euphorisch gefeiert wurde.

Es erhielt durchwegs hervorragende Kritiken und zwei amerikanische Jazzkritiker listeten es auf allaboutjazz.com unter «Best Of 2016». Auch die NZZ schwärmt: «Wenn das Zusammenspiel funktioniert und funkelt, klingt improvisierte Musik nach Magie. Und wenn man sich ‚More Essentials‘ anhört, verliert man sich zunächst ganz in Genuss und gebanntem Staunen. Die beflügelte Zweisamkeit … wirkt organisch, locker und stets so stimmig, als ob man in der Musik falsch von richtig unterscheiden könne – wobei hier durchwegs Letzteres der Fall wäre».

Das grosse Lob überrascht nicht, denn die beiden kongenialen Partner haben sich über viele Jahre auf Duobesetzungen ohne Schlagzeug spezialisiert. Unter den bisherigen musikalischen Partnern von Marc Copland finden sich übrigens illustre Namen wie Gary Peacock, Dave Liebman, Ralph Towner, John Abercrombie und Greg Osby – er bringt damit also einen Hauch von Weltklasse in die Quartalsbar!

Marc Copland (*1948 in Philadelphia) begann seine Karriere Anfang der 1960er Jahre als Saxophonist und studierte an der Columbia University Musiktheorie, Komposition und Improvisation. Trotz seines Erfolgs war er mit den harmonischen Einschränkungen des Instruments unzufrieden und wechselte zum Klavier, auf dem er seine eigene Technik entwickelte. Auch als Pianist spielte er mit namhaften Künstlern; seine Diskographie umfasst heute etwa drei Dutzend eigene CDs.

Daniel Schläppi (*1968 in Lenk) wandte sich nach dem üblichen Blockflöten- und einigen Jahren klassischem Klavierunterricht mit 16 Jahren dem Bassspiel und dem Jazz zu. Im Selbststudium lernte er zunächst Elektro-, danach auch Kontrabass. Er musiziert seither in verschiedenen Formationen und hat mehrere CDs aufgenommen.

 

Dienstag, 12. September 2017

Claude Jaermann präsentiert seine neue CD «Still here»

Apéro ab 18 Uhr, Konzertbeginn um 19.30 Uhr, Eintritt frei (Kollekte)


Man darf den Winterthurer Liedermacher Claude Jaermann getrost als Spätzünder bezeichnen: Auch wenn es bereits ein Leben lang in ihm sang und klang, dauert es fünfzig Jahre, bis er 2009 seine erste CD mit eigenen Liedern veröffentlichte. «Wing By Fin» heisst der Tonträger, auf dem Jaermann über die Begegnung eines Adlers und Delfins philosophiert, über den Tod und die Liebe und die Kreuzungen des Lebens singt. Acht Jahre später wagte er sich wieder ins Studio und nahm «Still Here» mit zehn neuen, persönlichen Lieder auf. In der Quartalsbar wird er sie als Premiere zum ersten Mal öffentlich vortragen.
Er führe einen Gemischtwarenladen, so lautet Jaermanns Standartantwort auf die Frage nach seinem Beruf: Gemeinsam mit Felix Schaad ist er seit bald zwei Jahrzehnten für den Kultcomic ‚Eva‘ im Tagesanzeiger verantwortlich. Als Eigenverleger hat er mittlerweile über zwanzig Bücher von Jaermann / Schaad publiziert. Zudem schreibt er für das Magazin ‚Spuren‘ in Winterthur, leitet Paarseminare und musiziert in den Formationen ‚JurassicPark‘ und ‚WestWind‘: Mit den Sauriern lässt er den Coverrock krachen, bei WestWind geht es leiser und sanfter zu.
Sein Herzblut jedoch fliesst vor allem in seinen eigenen Songs, mit denen er nicht weniger erreichen möchte als: Die Menschen berühren. Das verspricht feine Tönen und tiefgehende Texte (denn wie immer steht hinter jedem Lied eine Geschichte, die das Leben geschrieben hat) – und klingt vielversprechend!
Bei seinem Auftritt in der Neuen Werkstatt wird Claude Jaermann von Juri Viktor Stork begleitet.

Sonntag, 12. Juni 2017

Josh Hämmerle: Songs von «Farlow», solo und (fast) unplugged

Apéro ab 18 Uhr, Konzertbeginn um 19.30 Uhr, Eintritt frei (Kollekte)



Normalerweise ist Josh Hämmerle als Frontmann mit der inzwischen recht bekannten Winterthurer Band «Farlow» unterwegs. Den Solokünstler Josh Hämmerle, den die Quartalsbar am 12. Juni 2017 ziemlich exklusiv präsentiert, gibt es also eigentlich gar nicht. Umso mehr darf sich das Publikum auf Minimalversionen der gefühlvollen Songs von «Farlow» freuen (Kostproben gibt’s unter www.farlow-band.ch). Denn diese entstehen «durch die Liebe zu schönen Melodien und zu Songs, die echte Gefühle verarbeiten», wie Josh Hämmerle dazu sagt. Dahinter steckten «harte Arbeit und der Wunsch, Musik mit Tiefgang zu schreiben - und nicht noch mehr seichten Kram in die Welt zu posaunen.»
Da sich Josh Hämmerle in der Quartalsbar auf der akustischen oder elektrischen Gitarre selber begleitet, wird es ihm in dieser Minimalformation nicht möglich sein, alle (bzw. ausschliesslich) «Farlow» Songs zu spielen. Deshalb wird ein Teil des Programms aus erlesenen Covers bestehen, die u.a. von Sharon Van Etten, Radiohead, John Frusciante, Nine Inch Nails stammen.

Josh (Josua) Hämmerle ist in Winterthur in einem musikalisch geprägten Umfeld aufgewachsen: Sein Vater spielt Schlagzeug, sein grosser Bruder Keyboards bei einer Winterthurer Band – was in ihm den Wunsch weckte, selber auch in einer Band zu mitzuwirken. Nach Anfängen auf dem Klavier wechselte er mit 13 Jahren zur E-Gitarre. Motiviert dazu hat ihn das Killer-Gitarrensolo von «We Will Rock You» der Gruppe Queen ... Daneben prägte ihn aber auch Musik von den Beatles, Chuck Berry, Pink Floyd, Guns‘n Roses, Nirvana oder Oasis – sowie später Rock-, Indie- und Folk- Sounds (bis hin zum Synthpop). Musik bezeichnet er als Hobby und Leidenschaft, die ihm immer sehr wichtig war (bzw. ist). Sein Geld verdient er jedoch mit immer neuen (Brot-) Jobs in der Tourismus-, Kino- oder IT-Branche; momentan arbeitet er bei einer sozialen Institution für psychisch Beeinträchtigte.

Discographie:
2004 Milhouse (EP)
2009 Farlow: The Moment Never Comes
2011 Farlow: Make Me Shine (EP)
2013 Farlow: Taking Shape
demnächst: Josh Hammer (EP)

Sonntag, 12. März 2017

2 gegen 3 – Fünf eigensinnige Musiker mit persönlichem Klang im Ohr

Apéro ab 18 Uhr, Konzertbeginn um 19.30 Uhr, Eintritt frei (Kollekte)

2 gegen 3
2 plus 3 gleich fünf. Hat man ja mal so gelernt. Stimmt auch irgendwie bei fünf jungen Musizierenden, die sich auf der Suche nach einem ganz eigenen musikalischen Bild in Leipziger Hochschulgefilden gefunden haben. Aber 2 gegen 3 heisst noch eine Menge mehr: Das sind 3 Teile eigene Kompositionen und 2 Teile musikalische Inspirationen von überall her, 3 Teile festes Arrangement und 2 Teile freies Spiel, 3 Teile Jazz und 2 Teile Einflüsse aus aller Welt. Das ergibt am Ende 2³ mal Spass und Spielfreude: miteinander, gegeneinander, übereinander, durcheinander ... mal mit System, mal einfach drauflos.

Und da ist natürlich auch noch das ganz Offensichtliche: 3 mal braunes Haar und 2 mal blondes ... Dass die Band jedoch aus 2 Frauen und 3 Männern besteht, ist reiner Zufall und hat natürlich überhaupt nichts mit der Namensgebung zu tun! Das wäre doch ein Affront gegen jegliche Emanzipation, oder? www.2gegen3.de

Jule Roßberg (voc) sammelte bereits im Kindesalter musikalische Erfahrung. Schon mit 7 Jahren trat sie einem Chor bei. Mit 15 kam Einzelunterricht in Jazz/Pop-Gesang hinzu. Seit 2012 studiert Sie Jazz- und Populärmusik mit Hauptfach Gesang an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig.

Sonja Beeh (tb) begann ihren musikalischen Weg mit 5 Jahren zunächst auf der Blockflöte, später wechselte sie zur Gitarre. Ab 2004 erhielt sie Posaunenunterricht in der Gruppe und ab 2011 nahm sie zusätzlich klassischen Posaunenunterricht. 2013 begann sie ihr Studium an der HMT Leipzig.

Philippos Paul Thönes (dr) wuchs in einem musikalischen Elternhaus auf. Durch seinen Vater kam er früh zum Schlagzeugspiel; seine Mutter führte ihn in die Klassische und in die griechische Musik ein. Seit 2006 erhielt er Schlagzeugunterricht, seit September 2015 studiert er an der HMT Leipzig.

Lennart Jahn (p) erhielt seit seinem fünften Lebensjahr Keyboardunterricht; mit 12 wechselte er zum klassischen Klavier. Später begann er, sich mit dem Jazz zu beschäftigen. Nach seinem Abitur 2013 studierte er zunächst Informatik, kehrte jedoch bald zu seiner Jazzklavierausbildung zurück und studiert seit Oktober 2014 an der HMT Leipzig.

Fabian Misch (b) begann schon mit vier Jahren im «Spatzenchor» der Musikschule Erfurt zu singen, mit Fünf kam klassischer Klavierunterricht dazu. Mit 16 wechselte er zum E-Bass und beschäftigte sich vermehrt mit Komposition, bis er mit 21 Jahren den Entschluss fasste, Jazzkontrabass zu studieren. 2013 begann er sein Studium an der HMT Leipzig.

Montag, 12. Dezember 2016

Irene Mazza – Lieder in fünf Sprachen – ungeschminkt, poetisch, intim.

Apéro ab 18 Uhr, Konzertbeginn um 19.30 Uhr, Eintritt frei (Kollekte)

Irene Mazza
Seit über 20 Jahren schreibt Irene Mazza eigene Lieder und begleitet sich mit Gitarre und Klavier. Mit ihrem Debütalbum «Fullstop» (2016) durchbricht die Winterthurerin Sprach-grenzen genauso spielerisch wie Tabus. Ungeschminkt, poetisch, intim.

Ihre Lieder in fünf Sprachen bewegen, berühren und regen zum Denken an. Das ist kein Zufall: Irene Mazza ist Pflegefachfrau mit Vertiefung in Public Health und studierte interkulturelle Kommunikation. Humanitäre Einsätze (unter anderem für Médecins sans frontières) führten sie nach Haiti, Südafrika und in die Demokratische Republik Kongo. Sie bereiste über 40 Länder auf fünf Kontinenten. Für die Weltenbürgerin ist klar: «Die spannendste Reise ist die Reise zu sich Selbst.»

Irene Mazza ist musikalische Autodidaktin und hat beschlossen, ein Jahr lang von und für die Musik zu leben. Ein spannendes Experiment. «Ich liebe das Leben in all seinen Facetten und bin immer wieder berührt von menschlichen Begegnungen. Sie sind die Essenz meiner Musik», sagt sie. Daneben versucht sie mit ihrem Projekt «Musik ohne Grenzen» unter anderem, Flüchtlingen ihre Instrumente zurückzugeben, die sie auf der Flucht zurücklassen mussten. In der Quartalsbar wird sie mit ihrer Gitarre alleine auftreten. www.irenemazza.ch

Montag, 12. September 2016

Ikarus – Evocational Music, die zu Klang- und Phantasiereisen einlädt

Apéro ab 18 Uhr, Konzertbeginn um 19.30 Uhr, Eintritt frei (Kollekte)

Ikarus
Die Band Ikarus verwischt mit ihrer Musik Traum und Wirklichkeit. Denn sie versteht sich als musikalischen Organismus, in dem auch die Stimmen ohne Worte als Instrumente und Klangfarben einge-setzt werden. So evozieren die fünf MusikerInnen mit ihren meist auskomponierten Stücken surreale Landschaften und beschwören mit tänzerischen Minimal-Grooves, psychedelischem Progjazz und Para-Popsongs unser phantastisches Hören: Bartôk trifft auf James Blake, Arvo Pärt auf Eivind Aarset.

In ihrem neuen Programm präsentiert die Band ihr Können zwischen Stille und Sturm. Vokale Klänge von gläserner Klarheit treffen auf rhythmisch rohe Klippen. Aus flüchtigen Klangteppichen er-scheinen engelhafte Stimmen. Und geisterhaftes Gemurmel verführt uns in die Tiefe der Töne. Ihren Musikstil bezeichnen sie als «Evocation-Music» und mit «Echo» hat die Band um den 25-jährigen Komponisten und Schlagzeuger Ramón Oliveras bereits ein erstes Album publiziert.

Stefanie Suhner (voc) schloss die ZHdK 2013 mit dem Master of Arts in Jazzgesang ab. Sie ist u.a. Backing Vocalist beim Schweizer Soulsänger Seven und Sopranistin von The Voices, mit welchen sie Udo Jürgens auf Tournée begleitete. Mit ihrem Soloprojekt Amelié Junes veröffentlichte sie ein Album.

Andreas Lareida (voc) hat an der Hochschule der Künste Bern HKB Jazzgesang studiert und 2011 mit dem Master in Music Performance abgeschlossen. Sein Ensemble Àgora arbeitet im Moment am zweiten Album. Er fühlt sich im Jazz und im Pop wie auch in der freier Improvisation zuhause.

Lucca Fries (p) schloss seinen Master of Arts in Music Performance 2012 in Luzern ab. Man hört ihn neben Ikarus vor allem Solo oder mit seiner Band Hely, die 2016 ihr zweites Album veröffentlicht. Deren Debutalbum „Rapture“ wurde für die Swiss Diagonal Jazz Tour 2015 ausgewählt.

Moritz Meyer (b) ist der jungen Musikergeneration als vielseitiger, aktiver Bassist bekannt. Neben Ikarus und dem Joscha Schraff Quartett fühlt er sich im Pop zuhause und ist als Mitglied der Band Celia Hunch aktiv. Zurzeit weilt er in London und baut sich dort eine zweite Musikerexistenz auf.

Ramón Oliveras (dr, comp) schloss 2014 die ZHdK mit dem Master of Arts in Jazzschlagzeug ab. In seinen Projekten Ikarus und JPTR lebt er seine Vision von Musik als Gesamtkunstwerk, zu dem er seine eigene musikalische Sprache entwickelt hat.

Sonntag, 12. Juni 2016

Genie und Wahnsinn eines Schachspielers:
Volker Ranisch liest/spielt Stefan Zweigs „Schachnovelle“

Apéro ab 18 Uhr, Vorstellungsbeginn um 19.30 Uhr, Eintritt frei (Kollekte)

Die Schachnovelle
Die „Schachnovelle“, eines von Stefan Zweigs berühmtesten Werken, erzählt die Geschichte eines aussergewöhnlichen Schachspielers, dessen besondere Leistung indes auf einem düsteren Geheimnis beruht: An Bord eines Passagierschiffes, das sich auf dem Weg von New York nach Buenos Aires befindet, treffen Menschen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten aufeinander, so etwa der Ölmillionär McConnor, der Schachweltmeister Mirko Czentovic und ein gewisser Dr. B., der mit seinen inneren Dämonen kämpft. Als der Ölmagnat erfährt, dass sich Czentovic an Bord des Schiffes befindet, will er unbedingt gegen ihn spielen, was ihm auch ein stattliches Honorar wert ist.
Der Ich-Erzähler - das Buch ist aus der Sicht eines Wiener Journalisten geschrieben - vermutet zu Recht, dass sich der für seine Habgier bekannte Czentovic die Gelegenheit nicht entgehen lässt, McConnor als „Goldquelle“ anzuzapfen. Als sich das Spiel zu Gunsten Czentovics zu entscheiden droht, mischt sich ein weiterer Passagier, der mysteriöse Dr. B., in das Geschehen ein. Das Blatt wendet sich ... Eine vielversprechende Ausgangslage, die sich hervorragend eignet, um von Volker Ranisch szenisch dargestellt zu werden.

Der Schauspieler Volker Ranisch (*1966 in Chemnitz) absolvierte nach seinem Abitur eine Ausbildung an der Theaterhochschule „Hans Otto“ in Leipzig. Seither leistet er kontinuierlich Theaterarbeit (u.a. Schauspielhaus Leipzig, Deutsches Theater Berlin, Schauspielhaus Zürich) und wirkt in Spiel- und Fernsehfilmen mit. Auch in der Neuen Werkstatt ist er ein regelmässiger und gern gesehener Gast: So hat er hier schon Werke von Thomas und Heinrich Mann, Rainer Maria Rilke, Robert Walser vorgetragen.

Samstag, 12. März 2016

Ginkyò – wohltuende Melodien, versponnene Improvisationen
Barbara Balzan (Gesang), Gregor Müller (Piano), Silvan Jeger (Kontrabass)

Apéro ab 18 Uhr, Vorstellungsbeginn um 19.30 Uhr, Eintritt frei (Kollekte)


Knospen der Beatles, Blüten aus Jazz und Samba entfalten sich in farbigen Harmonien, aber auch ein Duft von Lyrik schwebt in der Luft. Eine Stimme «die uns heimholt, als wäre sie uns seit je vertraut» (wie es Peter Rüedi in der Weltwoche beschrieb), virtuos und warm, erklingt sie in ihrer Ur-sprünglichkeit. Und wenn die Tasten auch mal nach Blues riechen, kann sich der Popsong vielleicht zu den geschmeidigen Basslinien wiegen und vom Frühling in Afrika, Wollishofen oder Winterthur erzählen…
Ginkyó verzückt das Publikum mit wohltuenden Melodien und geschickt gesponnenen Improvisationen: Das Trio besitzt die Gabe, schlicht und authentisch eine bewegende Ästhetik zu schaffen. Die drei international gefragten Musiker haben eine intensive musikalische Entwicklung durchlaufen:

Barbara Balzan (*1969 in Oftringen AG) genoss ab dem fünften Lebensjahr klassischen Musikunterricht und spielte Flöte und Gitarre. Nach einer Ausbildung als kaufmännische Angestellte studierte sie 1994 bis 2000 an der Musikhochschule Luzern und an der Musikakademie St. Gallen. Danach gründete sie das Barbara Balzan Quartet. 2001 wurde sie am Jazzfestival Zürich als beste Solistin ausgezeichnet, 2004 trat sie am Montreux Jazz Festival auf, 2006/07 tourte sie mit dem Vince Benedetti Trio und 2007/08 wurde sie zur Pro-Argovia-Artistin gewählt. Balzan sang in vielen weiteren Jazz- und Pop-Projekten, unter anderem mit dem sardischen Trompeter Paolo Fresu.

Gregor Müller, Piano (*1967 in Altdorf) erlangte nach dem Studium in Elektrotechnik an der ETH das Klavier-Lehrdiplom SMPV. Er nahm an Meisterkursen für Liedbegleitung teil und ist als Solist und Kammermusiker tätig, sowohl im Jazz als auch in der klassischen Musik. Zudem war er als Bühnenmusiker beim Schauspielhaus Zürich tätig.

Silvan Jeger, Kontrabass, (*1985 in Olten) genoss als Kind und Jugendlicher Cellounterricht, zudem spielte er E-Bass und sang in einer Schülerpunkband. Nach der Matur erste Kontrabassstunden. Von 2005 bis 2010 Bachelor- und Masterstudium des Jazz-Kontrabasses an der Zürcher Hochschule der Künste